Du stehst morgens im Bad, dein Gesicht glänzt schon nach kurzer Zeit und trotzdem spannen deine Wangen. Nach dem Duschen fühlen sich Arme und Beine rau an, nach einem Tag am Meer wirkt die Haut empfindlich und selbst deine gewohnte Creme fühlt sich plötzlich entweder zu schwer oder nicht reichhaltig genug an. Genau das macht trockene Haut im Sommer so verwirrend. Wir verbinden trockene Haut meist mit Heizungsluft, Kälte und Winter. Aber auch Sonne, Hitze, Schweiß, Klimaanlagen, häufiges Duschen, Chlorwasser und Salzwasser können die Haut belasten. Sie kann gleichzeitig glänzen und sich trocken anfühlen. Sie kann schwitzen und trotzdem Feuchtigkeit verlieren. Und sie kann trotz hoher Luftfeuchtigkeit gereizt, rau oder gespannt sein. Vielleicht hast du dann das Gefühl, du müsstest noch gründlicher reinigen, häufiger peelen oder einfach eine dickere Creme auftragen. Doch genau das macht die Situation manchmal noch schlimmer. Sommerhaut braucht nicht automatisch mehr Produkte. Sie braucht eine Pflege, die leichter ist, zur Jahreszeit passt und ihre natürliche Schutzfunktion nicht zusätzlich stresst. In diesem Blogartikel erfährst du, warum deine Haut im Sommer trocken werden kann, was bei Spannungsgefühl nach Sonne, Chlor oder Salzwasser hilft und wie eine einfache Hautpflege im Sommer aussehen kann. Außerdem schauen wir uns an, ob sehr trockene Haut wirklich auf einen Vitaminmangel hinweist und warum sich die Hautpflege ab 40 im Sommer oft verändern darf.
Warum ist meine Haut im Sommer so trocken?
Wenn deine Haut im Sommer trocken ist, obwohl du schwitzt oder dein Gesicht schneller glänzt, ist das kein Widerspruch. Schweiß und Hautfett sagen nicht automatisch aus, wie gut deine Haut Feuchtigkeit halten kann. Gerade bei heißem Wetter kann die Hautoberfläche fettiger wirken, während die Hautbarriere gleichzeitig gereizt oder ausgetrocknet ist. Zu den häufigsten Belastungen gehören Sonne, Poolwasser und Klimaanlagen. Auch die American Academy of Dermatology weist darauf hin, dass Haut selbst bei warmem und feuchtem Wetter trocken und gereizt werden kann. Als typische Auslöser nennt sie unter anderem Sonne, Schwimmbadwasser und trockene Luft durch Klimaanlagen. Hinzu kommt, dass wir im Sommer oft häufiger duschen. Nach dem Strand, nach dem Sport, nach dem Pool oder einfach deshalb, weil wir uns durch das Schwitzen klebrig fühlen. Wenn du dabei sehr heiß duschst, lange unter dem Wasser bleibst oder stark entfettende Seifen verwendest, kann deine Haut noch mehr Feuchtigkeit verlieren. Dermatologinnen und Dermatologen empfehlen bei trockener Haut deshalb kurze Duschen mit warmem statt heißem Wasser und ein vorsichtiges Abtupfen statt kräftigem Abrubbeln. Auch Chlorwasser kann trockene Haut verstärken. Nach dem Schwimmen bleiben Chlor und andere Poolbestandteile auf der Haut zurück, wenn du sie nicht mit frischem Wasser abspülst. Die Haut kann anschließend rau, gespannt oder juckend wirken. Für empfindliche Haut wird empfohlen, Poolwasser zeitnah abzuduschen und anschließend eine Feuchtigkeitspflege auf die noch leicht feuchte Haut aufzutragen. Salzwasser fühlt sich für viele zunächst angenehm an, kann nach dem Trocknen aber ebenfalls ein Spannungsgefühl hinterlassen. Wenn Salz auf der Haut bleibt und du danach noch in der Sonne sitzt, kann sich die Haut schneller rau und gereizt anfühlen. Eine einfache Hautpflege nach Salzwasser bedeutet deshalb nicht, sofort mehrere Wirkstoffe zu verwenden. Meist reicht es, die Haut mit klarem Wasser abzuspülen, sie vorsichtig trocken zu tupfen und anschließend Feuchtigkeit aufzutragen. Sonne ist ein weiterer wichtiger Faktor. UV-Strahlung kann die Haut akut und langfristig schädigen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt deshalb, die intensive Mittagssonne möglichst zu meiden, Schatten und schützende Kleidung zu nutzen und unbedeckte Haut mit einem breit wirksamen Sonnenschutz zu schützen. Sonnencreme sollte dabei nicht als Erlaubnis verstanden werden, beliebig lange in der Sonne zu bleiben. Eine sinnvolle Sommer Hautpflege beginnt also nicht erst bei der Frage, welche Creme du kaufst. Sie beginnt bei der Art, wie du duschst, wie du deine Haut nach dem Schwimmen behandelst und wie konsequent du sie vor UV-Strahlung schützt.
Was tun bei trockener Haut im Sommer?
Wenn du dich fragst, was bei trockener Haut im Sommer hilft, lautet die wichtigste Antwort: „weniger Reizung und mehr konsequente Feuchtigkeit“. Nicht möglichst viele Produkte, sondern eine klare und einfache Hautpflege Routine im Sommer. Deine Haut muss im Sommer bereits einiges ausgleichen. Hitze, Schweiß, Sonnencreme, häufiges Waschen und der Wechsel zwischen warmer Außenluft und klimatisierten Räumen können sie fordern. Wenn du dann zusätzlich aggressive Reinigungsprodukte, starke Peelings und mehrere aktive Wirkstoffe kombinierst, kann das Spannungsgefühl noch deutlicher werden. Die folgenden fünf Pflegetipps helfen dir dabei, deine Sommerhaut sanfter zu behandeln, ohne sie mit einer komplizierten Routine zu überfordern.
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Pflegetipp 1: Reinige deine Haut sanfter, nicht häufiger
Wenn das Gesicht glänzt oder sich verschwitzt anfühlt, entsteht schnell der Wunsch, es mehrmals täglich gründlich zu reinigen. Das kann kurzfristig frisch wirken, der Haut aber gleichzeitig weitere schützende Fette entziehen. Eine milde Reinigung am Abend reicht für viele Frauen aus, um Sonnencreme, Schweiß und Schmutz zu entfernen. Morgens kannst du je nach Hauttyp prüfen, ob lauwarmes Wasser genügt oder ob du einen sanften Reiniger brauchst. Das Ziel ist nicht, dass die Haut anschließend quietscht oder sich vollkommen fettfrei anfühlt. Dieses Gefühl ist häufig eher ein Zeichen dafür, dass die Reinigung zu stark war. Achte auf reizärmere und möglichst parfumfreie Produkte. Gerade trockene und empfindliche Haut kann auf Duftstoffe, alkoholreiche Produkte oder stark schäumende Reiniger reagieren. Die American Academy of Dermatology empfiehlt bei trockener Haut milde, parfumfreie Pflegeprodukte und rät von Produkten ab, die die Haut zusätzlich austrocknen können. Auch nach dem Duschen solltest du die Haut nicht kräftig trocken rubbeln. Tupfe Gesicht und Körper vorsichtig ab und lasse die Haut ruhig noch leicht feucht. Genau dieser Moment ist ideal, um eine Creme oder Lotion aufzutragen.
Pflegetipp 2: Gib deiner Haut leichte Feuchtigkeit
Viele Frauen lassen ihre Creme im Sommer komplett weg, weil sie ohnehin schwitzen oder die Haut glänzt. Doch auch fettige Haut im Sommer kann Feuchtigkeit brauchen. Der Unterschied liegt oft nicht darin, ob du pflegst, sondern welche Textur du verwendest. Statt einer schweren und sehr okklusiven Creme kann im Gesicht ein leichtes Gel, ein feuchtigkeitsspendendes Serum oder eine leichte Creme angenehmer sein. Inhaltsstoffe wie Glycerin, Hyaluronsäure oder Ceramide werden häufig eingesetzt, um Feuchtigkeit in der Haut zu unterstützen beziehungsweise die Hautbarriere zu pflegen. Bei sehr trockenen Stellen kann eine reichhaltigere Creme oder Salbe sinnvoller sein als eine dünne Lotion. Welche Textur passt, hängt davon ab, wie trocken, empfindlich oder zu Unreinheiten neigend deine Haut ist. Entscheidend ist auch der Zeitpunkt. Feuchtigkeitspflege wirkt besonders gut, wenn du sie nach dem Waschen oder Duschen auf die noch leicht feuchte Haut aufträgst. Sie hilft dann dabei, Wasser in der Haut zu halten, statt nur auf einer bereits vollständig trockenen Oberfläche zu liegen. Für deine Hautpflege im Gesicht im Sommer kann das morgens bedeuten: sanft reinigen, eine leichte Feuchtigkeitspflege auftragen und danach Sonnenschutz verwenden. Abends entfernst du Sonnencreme und Schmutz gründlich, aber reizarm, und gibst der Haut anschließend wieder Feuchtigkeit. Wenn deine Haut am Körper vor allem an Armen, Beinen oder Schienbeinen spannt, muss die Lotion nicht komplett einziehen, bevor du dich anziehst. Trage sie direkt nach dem Duschen dünn auf. Das ist meist wirksamer, als erst Stunden später auf bereits trockener Haut nachzucremen.
Pflegetipp 3: Beruhige die Haut nach Sonne, Chlor und Salzwasser
Nach einem Tag am Strand oder im Pool sieht die Haut manchmal zunächst gesund und frisch aus. Erst am Abend kommt dieses unangenehme Spannungsgefühl. Die Haut wirkt rau, empfindlich oder leicht gerötet. Genau dann ist weniger oft mehr. Spüle Chlor und Salz nach dem Schwimmen mit klarem Wasser ab. Dusche lauwarm statt heiß und verwende einen milden Reiniger nur dort, wo du ihn wirklich brauchst. Anschließend tupfst du die Haut vorsichtig ab und trägst eine parfumfreie Feuchtigkeitspflege auf. Bei einem echten Sonnenbrand reicht normale Hautpflege nach Sonne jedoch nicht aus. Die Haut ist dann akut geschädigt. Dermatologische Empfehlungen nennen kühle Duschen oder Bäder und eine beruhigende Feuchtigkeitspflege, beispielsweise mit Aloe vera oder Soja, als mögliche Maßnahmen zur Linderung. Blasen sollten nicht geöffnet werden. Bei einem schweren Sonnenbrand, starken Schmerzen, Kreislaufbeschwerden oder großflächiger Blasenbildung ist medizinischer Rat wichtig. Aloe vera kann sich kühl und angenehm anfühlen, ist aber kein Ersatz für Sonnenschutz. Auch natürliche Produkte können reizen. Trage ein neues Produkt deshalb zuerst auf einer kleinen Hautstelle auf und verwende möglichst keine stark parfümierten After-Sun-Produkte, wenn deine Haut ohnehin empfindlich reagiert. Die beste Hautpflege nach Sonnenbad beginnt außerdem schon vor dem Aufenthalt im Freien. Die American Academy of Dermatology empfiehlt einen breit wirksamen, wasserresistenten Sonnenschutz mit mindestens Lichtschutzfaktor 30. Bei Aufenthalt im Freien sollte er ungefähr alle zwei Stunden sowie nach Schwimmen oder starkem Schwitzen erneut aufgetragen werden. Sonnenschutz besteht jedoch nicht nur aus Creme. Schatten, Kleidung, ein breitkrempiger Hut und Sonnenbrille sind ebenfalls wichtige Bestandteile. Dadurch musst du dich nicht ausschließlich darauf verlassen, dass eine einzelne Schicht Sonnencreme den ganzen Tag schützt.
Pflegetipp 4: Reduziere Peelings und starke Wirkstoffe, wenn die Haut gereizt ist
Wenn sich die Haut im Sommer unruhig zeigt, reagieren viele mit mehr Aktion. Kleine Pickel durch Schwitzen, raue Stellen, glänzende Haut oder verstopft wirkende Poren führen schnell dazu, dass häufiger gepeelt wird. Doch eine gereizte Haut braucht nicht immer einen stärkeren Wirkstoff. Manchmal braucht sie schlicht eine Pause. Schweiß, Reibung und enge Kleidung können im Sommer Hautunreinheiten und entzündete Haarfollikel begünstigen. Die AAD empfiehlt bei heißem, feuchtem Wetter unter anderem lockere Kleidung und rät dazu, Schweiß eher vorsichtig abzutupfen als kräftig abzuwischen, weil Reibung die Haut zusätzlich reizen kann. Wenn dein Gesicht brennt, spannt, sich schuppt oder auf Produkte plötzlich empfindlich reagiert, ist das kein guter Zeitpunkt für mehrere Säuren, grobe Peelings und aggressive Masken. Konzentriere dich vorübergehend auf milde Reinigung, Feuchtigkeit und Sonnenschutz. Auch bei Hitzepickeln im Gesicht oder einem Hautausschlag durch Hitze solltest du nicht automatisch davon ausgehen, dass es sich um klassische Akne handelt. Hautausschläge können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Wenn die Stellen stark jucken, schmerzen, sich ausbreiten, nässen oder nach einigen Tagen nicht besser werden, ist eine dermatologische Abklärung sinnvoll. Deine Haut muss im Sommer nicht vollkommen matt sein. Ein leichter Glanz bedeutet nicht automatisch, dass sie ungepflegt ist. Und ein Pickel ist kein Grund, die gesamte Haut auszutrocknen. Das Ziel einer guten Hautpflege bei Hitze ist nicht Kontrolle um jeden Preis, sondern eine Haut, die sich ruhig und angenehm anfühlt.
Pflegetipp 5: Baue eine einfache Sonnencreme-Hautpflege-Routine auf
Sonnencreme ist einer der wichtigsten Bestandteile deiner Hautpflege im Sommer. Gleichzeitig ist sie für viele das Produkt, das am meisten nervt. Sie klebt, glänzt, krümelt unter Make-up oder fühlt sich schwer an. Die Lösung ist nicht, auf Sonnenschutz zu verzichten. Sie liegt darin, eine Textur zu finden, die du wirklich regelmäßig verwendest. Bei trockener Haut kann eine cremigere, feuchtigkeitsspendende Sonnencreme angenehm sein. Bei fettiger oder zu Unreinheiten neigender Haut sind leichte, nicht komedogene Formulierungen häufig komfortabler. Für empfindliche Haut können mineralische Filter wie Zinkoxid oder Titandioxid eine Option sein, wobei auch hier die individuelle Verträglichkeit entscheidet. Eine einfache Sonnencreme Hautpflege Routine kann morgens aus einer sanften Reinigung, einer leichten Feuchtigkeitspflege und einem breit wirksamen Sonnenschutz mit mindestens LSF 30 bestehen. Wenn deine Sonnencreme bereits ausreichend pflegend ist, brauchst du darunter möglicherweise keine zusätzliche Creme. Teste, was sich auf deiner Haut gut anfühlt, ohne unnötig viele Schichten aufzutragen. Abends sollte Sonnencreme vollständig entfernt werden. Das bedeutet aber nicht, dass du deine Haut aggressiv schrubben musst. Reinige sie sorgfältig und mild. Danach genügt häufig eine beruhigende Feuchtigkeitspflege. Gerade wenn Pigmentflecken im Sommer ein Thema sind, ist konsequenter Sonnenschutz besonders wichtig. UV-Strahlung trägt zu vorzeitiger Hautalterung und Pigmentveränderungen bei. Kein Serum kann fehlenden Sonnenschutz vollständig ausgleichen.
Welches Vitamin fehlt bei sehr trockener Haut?
Sehr trockene Haut bedeutet nicht automatisch, dass dir ein bestimmtes Vitamin fehlt. Diese pauschale Antwort wäre zwar einfach, aber nicht korrekt. Hauttrockenheit kann durch Pflegegewohnheiten, Wetter, UV-Strahlung, häufiges Waschen, Medikamente, hormonelle Veränderungen oder Hauterkrankungen entstehen.
Bestimmte Vitamin- und Mineralstoffmängel können jedoch sehr trockene Haut begünstigen. Die American Academy of Dermatology nennt unter anderem einen Mangel an Vitamin A, Vitamin D, Niacin, Zink oder Eisen als mögliche Ursache ausgeprägter Hauttrockenheit. Das bedeutet aber nicht, dass du bei trockener Haut auf Verdacht mehrere Nahrungsergänzungsmittel einnehmen solltest.
Für gesunde Erwachsene wird empfohlen, den Nährstoffbedarf möglichst über eine ausgewogene Ernährung zu decken. Nahrungsergänzungsmittel sind vor allem dann sinnvoll, wenn ein tatsächlicher Mangel festgestellt wurde oder eine medizinische Indikation besteht. Einige Präparate können unnötig sein, Wechselwirkungen verursachen oder bei zu hoher Dosierung gesundheitliche Risiken bergen.
Eine hautfreundliche Ernährung sollte ausreichend Eiweiß, gesunde Fette, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen enthalten. In einer veganen Ernährung verdienen insbesondere Vitamin B12, Jod, Eisen, Zink, Selen, Omega-3-Fettsäuren und je nach Versorgung Vitamin D Aufmerksamkeit. Ob tatsächlich ein Mangel besteht, lässt sich jedoch nicht am Hautbild allein erkennen.
Wenn deine Haut plötzlich sehr trocken wird, stark juckt, einreißt, sich entzündet oder trotz konsequenter Pflege nicht verbessert, solltest du die Ursache ärztlich abklären lassen. Das gilt auch, wenn weitere Symptome wie starke Müdigkeit, Haarausfall, deutliche Gewichtsveränderungen oder Verdauungsprobleme hinzukommen.

Wie verändert sich Hautpflege ab 40 im Sommer?
Viele Frauen merken ab 40, dass sich ihre Haut anders verhält als früher. Die Creme, die jahrelang gereicht hat, fühlt sich plötzlich zu leicht an. Nach Sonne oder dem Schwimmen spannt die Haut schneller. Wirkstoffe, die früher problemlos funktioniert haben, verursachen auf einmal Rötungen.
Das bedeutet nicht, dass deine Haut „schlechter“ wird. Ihre Bedürfnisse verändern sich.
Mit zunehmendem Alter und besonders rund um die Menopause kann die Haut trockener, dünner und empfindlicher werden. Hormonelle Veränderungen können die Hautfeuchtigkeit und die Barrierefunktion beeinflussen. Die AAD empfiehlt bei trockener Haut in der Menopause eine milde Reinigung und regelmäßige Feuchtigkeitspflege; Inhaltsstoffe wie Glycerin oder Hyaluronsäure können dabei hilfreich sein. Von aggressiver Exfoliation zu Hause wird bei dünner und empfindlicher werdender Haut eher abgeraten.
Eine sinnvolle Hautpflege ab 40 im Sommer muss deshalb nicht aus zehn Anti-Aging-Produkten bestehen. Wichtiger sind eine sanfte Reinigung, ausreichend Feuchtigkeit, konsequenter Sonnenschutz und eine Pflege, die die Hautbarriere nicht ständig herausfordert.
Wenn deine Haut trocken und empfindlich reagiert, darfst du die Häufigkeit von Peelings, Retinoiden oder Säuren reduzieren. Das gilt besonders nach einem langen Tag in der Sonne, nach dem Schwimmen oder wenn sich die Haut bereits gereizt anfühlt. Wirkstoffe sind nicht grundsätzlich schlecht. Aber mehr ist nicht automatisch besser.
Auch das Thema Pigmentflecken wird ab 40 für viele sichtbarer. Sonnenschutz ist deshalb nicht nur ein Schutz vor Sonnenbrand, sondern auch ein wichtiger Teil der Pflege gegen vorzeitige lichtbedingte Hautalterung. Breit wirksamer Sonnenschutz, Schatten und schützende Kleidung bleiben dabei die Grundlage.
Eine gute Gesichtspflege ab 40 im Sommer darf morgens sehr einfach sein: reinigen, Feuchtigkeit, Sonnenschutz. Abends darfst du sorgfältig reinigen und anschließend eine beruhigende Pflege verwenden. Wenn deine Haut zusätzliche Wirkstoffe gut verträgt, kannst du sie gezielt ergänzen. Sie müssen aber nicht jeden Abend und nicht alle gleichzeitig angewendet werden.
Häufige Fehler bei der Hautpflege im Sommer
Einer der häufigsten Fehler ist, glänzende Haut mit gut versorgter Haut gleichzusetzen. Dadurch wird Feuchtigkeitspflege weggelassen, obwohl die Haut spannt. Der zweite Fehler ist, bei Schweiß und Unreinheiten immer häufiger zu reinigen. Der dritte ist, Rötungen oder raue Stellen mit noch stärkeren Peelings zu behandeln.
Auch Sonnencreme wird häufig zu sparsam aufgetragen oder nach dem Schwimmen und Schwitzen nicht erneuert. Kein Sonnenschutz ist vollständig wasser- oder schweißfest. Wasserresistente Produkte schützen für eine begrenzte Zeit und müssen anschließend erneut aufgetragen werden.
Ein weiterer Fehler ist, die Haut nach Pool oder Meer trocknen zu lassen, ohne Chlor oder Salz abzuspülen. Gerade empfindliche oder bereits trockene Haut profitiert davon, wenn sie zeitnah abgeduscht und anschließend eingecremt wird.
Und dann ist da noch der Wunsch, jedes sommerliche Hautproblem sofort selbst zu behandeln. Nicht jede Rötung ist trockene Haut. Nicht jeder kleine Knubbel ist Akne. Nicht jeder juckende Ausschlag sind Hitzepickel. Wenn Beschwerden stärker werden, schmerzen, nässen, sich ausbreiten oder lange bestehen bleiben, solltest du sie professionell beurteilen lassen.
Fazit: Trockene Haut im Sommer
Trockene Haut im Sommer kann sich merkwürdig anfühlen. Das Gesicht glänzt, während die Wangen spannen. Die Beine wirken nach dem Pool rau. Nach dem Meer oder einem heißen Tag fühlt sich die Haut plötzlich empfindlicher an.
Die Lösung ist selten eine noch längere Pflegeroutine.
Deine Haut braucht im Sommer vor allem sanfte Reinigung, regelmäßige Feuchtigkeit, konsequenten Sonnenschutz und weniger unnötige Reizung. Dusche nicht zu heiß, spüle Chlor und Salz zeitnah ab und trage deine Pflege auf, solange die Haut noch leicht feucht ist. Reduziere Peelings und starke Wirkstoffe, wenn deine Haut bereits brennt oder spannt.
Gerade bei der Hautpflege ab 40 darfst du akzeptieren, dass sich deine Haut verändert. Was früher funktioniert hat, muss heute nicht mehr richtig sein. Das ist kein Scheitern und kein Grund, gegen deine Haut zu arbeiten. Es ist einfach ein Zeichen dafür, dass sie andere Bedürfnisse entwickelt.
Eine gute natürliche Hautpflege im Sommer bedeutet deshalb nicht, beliebige Hausmittel auf das Gesicht aufzutragen. Sie bedeutet, die Hautbarriere zu respektieren, Produkte bewusst auszuwählen und nicht jedem Trend hinterherzulaufen.
Sommerhaut braucht nicht mehr Druck. Sie braucht Feuchtigkeit, Schutz und eine Routine, die du tatsächlich jeden Tag umsetzen kannst.
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FAQ: Trockene Haut im Sommer
Was tun bei trockener Haut im Sommer?
Bei trockener Haut im Sommer helfen eine milde Reinigung, kurze lauwarme Duschen und eine passende Feuchtigkeitspflege. Trage die Pflege möglichst direkt nach dem Waschen oder Duschen auf die noch leicht feuchte Haut auf. Nach Pool oder Meer solltest du Chlor und Salz mit klarem Wasser abspülen. Sonnenschutz schützt außerdem vor zusätzlicher UV-bedingter Hautbelastung.
Warum ist meine Haut im Sommer so trocken?
Sonne, Hitze, Klimaanlagen, häufiges Duschen, Chlorwasser, Salzwasser und stark entfettende Reinigungsprodukte können die Hautbarriere beanspruchen. Dadurch kann die Haut schlechter Feuchtigkeit halten. Auch fettige oder glänzende Haut kann gleichzeitig trocken und gereizt sein.
Welches Vitamin fehlt bei sehr trockener Haut?
Sehr trockene Haut lässt sich nicht automatisch auf einen bestimmten Vitaminmangel zurückführen. Mängel an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen können Hauttrockenheit begünstigen, müssen aber medizinisch festgestellt werden. Nahrungsergänzungsmittel sollten deshalb nicht allein aufgrund trockener Haut auf Verdacht eingenommen werden.
Wie verändert sich Hautpflege ab 40 im Sommer?
Ab 40 kann die Haut trockener, dünner oder empfindlicher werden. Eine sanfte Reinigung, konsequente Feuchtigkeitspflege und guter Sonnenschutz gewinnen deshalb an Bedeutung. Peelings und starke Wirkstoffe sollten an die aktuelle Verträglichkeit angepasst werden, besonders wenn die Haut durch Sonne, Hitze oder hormonelle Veränderungen empfindlicher reagiert.
Welche Creme eignet sich im Sommer bei trockener Haut?
Eine leichte Creme oder Lotion mit feuchtigkeitsspendenden und barriereunterstützenden Inhaltsstoffen kann im Sommer angenehm sein. Bei sehr trockenen Stellen kann eine reichhaltigere Creme oder Salbe besser geeignet sein. Wichtig ist, dass du das Produkt regelmäßig verwendest und gut verträgst.
Sollte ich meine Haut im Sommer weniger eincremen?
Nicht unbedingt. Im Sommer reichen vielen Menschen leichtere Texturen, aber die Feuchtigkeitspflege komplett wegzulassen kann Spannungsgefühl und Trockenheit verstärken. Auch fettige oder zu Unreinheiten neigende Haut kann eine leichte, nicht komedogene Feuchtigkeitspflege brauchen.
Was hilft nach Sonne, Chlor oder Salzwasser?
Spüle Chlor und Salz mit klarem Wasser ab, tupfe die Haut vorsichtig trocken und trage anschließend eine milde Feuchtigkeitspflege auf. Nach einem Sonnenbrand können kühle Duschen und eine beruhigende Pflege helfen. Starke Peelings, alkoholreiche Produkte und aggressive Wirkstoffe solltest du auf gereizter Haut vermeiden.
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